Mittwoch, 27. August 2014

Was sich bei mir verändert hat.....

Ihr Lieben,

mein Urlaub geht zu Ende. Dieses Jahr war das Wetter leider zum Weglaufen. Das konnte ich aber nicht, weil wir uns hier leider bissi Arbeit gemacht haben. Urgs.
Im Flur des Erdgeschosses (also vor dem Lädchen) haben wir den PVC-Boden rausgerissen und die Dielen freigelegt. Diese waren, wie alle hier im Haus, mit dieser Ochsenblut-Farbe gestrichen. Dieses dunkelrote Dreckszeug! Echt wahr! Mein Herr Emma hat eine Woche auf den Knien gesessen und geschliffen, Massen von Schleifbändern verbraucht und mußte wegen Schmerzen in der Hand ein paar Tage Pause machen.... :-( Und ich putze seit einer Woche. Bis unter's Dach ist rotbrauner Staub gezogen. *Jammer*


So sieht das jetzt aus. Als nächstes kommt ein weißes Öl drauf. Bin mal gespannt, wie das dann aussieht. Wir haben uns für ein Bio-Öl entschieden. Ich berichte dann ;-)

~♥~

Nun möchte ich Euch noch von etwas anderem erzählen. Viele haben ja mitbekommen, dass sich seit ca. einem Jahr in meinem Kopf und dann auch in meinem Leben einiges geändert hat. Ich habe durch den Verlust an Pippilotta - letztendlich - sehr viel über Tierhaltung und Tierversuche gelesen. Ihr Verlust hat mich scheinbar sehr sensibel gemacht. Viele von Euch sind genervt von meinen geteilten Berichten auf facebook, wegen der grausamen Bilder. Ich möchte nicht weiter auf diese Bilder und meine Beweggründe eingehen, die dürften selbstredend sein, sondern Euch einfach erzählen, was sich bei mir so getan hat, diesbezüglich. Und natürlich umschließt und umfasst das Ganze die gesamte Natur, Umwelt und letztlich auch uns Menschen selbst.

mein Pippilottchen


Meinen Fleischkonsum habe ich enorm eingeschränkt, auch Milch habe ich gerade seit kurzem vom Speiseplan gestrichen (schluchz). Ich mache jetzt Hafermilch ins Müsli, den Kaffee trinke ich sowieso schwarz. Eier gibt’s nur von Freilandhühnern. Meine Kosmetik, mein Putzkram u.s.w. ist nun endlich fast komplett tierversuchsfrei und sogar größtenteils vegan, bei den Verpackungen sogar wiederwendbar oder recycelt.  

 Mit der App von Animals Liberty kann ich immer vor Ort nachschauen, ob das Produkt meiner Wahl tierversuchsfrei ist: http://www.wermachtwas.info/ (klick) . Oder eben im Internet vorher ausführlich informieren. 

Von Flüssigseife sind wir schon lange weg, die Stückseifen sind handgemacht. Unsere Fleisch und Wurst wird regional gekauft, aber wie gesagt: viel weniger als sonst.

 Ein Teil der Einnahmen aus meinem Onlineshop (mein Einkommen) geht an Jana's Gnadenhof. (klick) In meinem Laden gibt es nur Papiertüten, oder Stoffsäckchen, die man wieder verwenden kann. 

Ich habe immer eine Stofftasche in meiner Tasche, damit ich Plastiktüten vermeiden kann. 

Ich kaufe nicht bei Tacco und Co., den ganzen Billigmarken, auch wenn mein Einkommen gering ist. (trotzdem weiß ich bei vielen Herstellern noch nicht, wie die ihre Leute behandeln). D.h. bei Läden, oder Firmen, von denen ich weiß, dass sie schlecht mit Ihren Mitarbeitern umgehen und/oder sie schlecht bezahlen, kaufe ich nicht. (amazon ist so'n Kandidat - bei Lidl bin ich auch kurz davor....).

Meine Lederschuhe sind alle secondhand gekauft. Überhaupt lebe und liebe ich den Secondhand-Gedanken. Wir werfen viel zu viel weg. Ich kaufe viel gebraucht, und ich verkaufe oder tausche Dinge, die ich nicht mehr will oder brauche.

 Wir haben uns nach einer kurzen Testphase gegen eine Kapsel-Kaffeemaschine entschieden, weil die Müllproduktion einfach enorm ist. Obwohl der Geschmack echt genial war.

E10 tanken wir nicht!

Produkte mit Palmöl meiden wir.

 Im Ort erledige ich fast alles zu Fuß, wobei ich mich immer über die Natur, die Hühner, Katzen und Hunde freue, die mir begegnen.....

War's das? Zumindest ist das alles, was mir spontan einfällt. Wenn Ihr möchtet, erzähle ich Euch gerne immer mal wieder, wenn ich was Neues, Tolles Entdeckt habe. Genauso freue ich mich auch über Eure Anregungen, Produkte, Ideen u.s.w.

Ich habe nicht vor, strenge Veganerin zu werden. Zumindest im Moment nicht, aber ich versuche, tierische Produkte zu vermeiden, wo es geht. Und es geht bei mehr Dingen, die wir täglich unwissend benutzen, als mir klar war. Ich habe so viel einfach gar nicht gewußt..... Das hat mich schockiert. 

Da geht bei mir bestimmt noch mehr, aber da gehe ich einen Schritt nach dem anderen. Jeden Tag ein bisschen mehr. Und es fühlt sich gut an :-)

~♥~


In meinem Laden gibt's ein bisschen neuen Schmuck. Ich habe schon wieder ne Menge in Arbeit. :-) Haha, ich habe sozusagen schon wieder viel zu viel in Arbeit. :-))))


~♥~

Das war's von mir für heute.

Liebe Grüße
Eure Chris

Kommentare:

  1. Hallo Freulein Emma,
    ich bin auf die Dielen echt gespannt. Weißes Öl, noch nie davon gehört und deshalb um so spannender. Ich ziehe den Hut vor dir, wie du das mit deiner Umstellung so hinbekommst. Ich bin ja auch Fußgänger, nur zum großen Einkauf wird mit dem Auto gefahren. Der Rest geht so auf dem Markt einzukaufen und mit heimzunehmen. Es liegt alles recht günstig. Plastiktüten vermeide ich auch. Selbt wenn man oft von der Verkäuferin komisch angeguckt wird. Besonders wenn ich mir Klamotten kaufe und die dann einfach so in meinen Rucksack stopfe ;-) Na egal wie sie gucken. Ich hasse diese Plastedinger, die sich in früheren Zeiten sinnlos stapelten und nur Platz weggenommen haben. Beim Essen haben wir auch mal auf die Inhaltsstoffe geschaut und wollten umstellen, aber das haben wir dann doch recht schnell aufgegeben, weil nix im Einkaufskorb und dann eben auch nicht im Kühlschrank gelandet ist. Da wurde Frust geschoben und dicke Luft brauchen wir nicht ;-)
    Ich wünsche dir einen schönen Tag und schicke sonnige Grüße - Stine -

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  2. Hallo Stine,

    hier schonmal den Link zum Online-Shop, wo wir das Öl herhaben: www.natural.at
    Die waren echt fix mit der Lieferung. Es klingt wirklich gut: Wasserabweisend, atmend, natürlich.... Der Erfahrungsbericht folgt dann :-)

    Ja, das mit dem Einkaufserlebnis, wenn man nachhaltig einkaufen will kenne ich. Im Supermarkt findet man da leider wenig. Aber Markt hört sich doch super an. Der fehlt mir hier am Ort..... Doch so nach und nach findet man auch in den Supermärkten tolle Sachen, die ich bisher übersehen hatte. Z.B. sind die Eigenmarken von Rossmann und dm tierversuchsfrei: Isana, Balea. Bei Reinigern und Waschmittel "denk mit" und "Domol"..... Das macht auch geldbeitelmäßig Spaß, weil echt günstig :-)

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  3. Liebe Chris,
    das ist ein sehr schöner Post!!! Und manchmal müssen schlimme Dinge passieren, damit man eine andere Sichtweise bekommt und die hilft dann wiederum vielen anderen... in Deinem fall vielen Tieren und auch der Umwelt. Ich finde das gut, was und auch wie Du das machst. Es muss nicht immer der radikale Schnitt sein, wenn man Stück für Stück ändert, ist das oft nachhaltiger. Ich selber versuche auch darauf zu achten, soviel wie möglich selber zu machen, gebrauchte Dinge zu benutzen und nicht in Billigmärkten einzukaufen und kaufe nach Möglichkeit und Finanzen gern Bio oder regional... klappt nicht immer, aber wird immer besser:-)))
    ich wünsche Dir noch viel Freude an Deinem neuen Boden
    sei ganz ganz lieb gegrüßt
    Antje

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    1. Ganz meine Meinung, liebe Antje :-) Ich habe zwar einen Schock bekommen, als ich die Notwendigkeit erkannte, dass etwas geändert werden MUSS, und auch als ich das Ausmaß erkannte..... Aber manchmal muss das wohl so krass geschehen. Jetzt versuche ich Schritt für Schritt etwas zu ändern. Das tut gut.
      Und Spaß am neuen Boden habe ich schon. Wie sich ein Raum durch so etwas verändert..... wahnsinn :-)
      Liebe Grüße zurück ♥

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